Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

21Januar
2013

Unspektaküläre Ereignisse

Nach einem unspektakulären Arbeitstag, machten wir etwas weitaus Spektakuläreres. Zu Fuß gingen wir zum Pak ‘n save. Zu Fuß! Nicht mit dem Auto! Unsere sportliche Seite kam mal wieder zum Vorschein. Im Supermarkt fanden wir alte Bekannte aus Bonn: Haribo! Wir haben es selbstverständlich nicht gekauft, das kriegen wir zu Hause eindeutig billiger! Auf Hin- und Rückweg begegneten uns einige Leute aus dem Hostel, die auch auf Wanderschaft waren. Besonders lustig fanden wir Moritz, wie er, versunken in seine Armbanduhr, hinter Ludwig und Isi her trottete. Ok, für euch hört sich das wahrscheinlich langweilig an, aber wir haben uns einen abgelacht, weil es so aussah, als wolle er auffällig unauffällig sein…

Als wir die Einkäufe verstaut hatten, backten wir neuen Brotnachschub. Kreativ, wie so manchmal bei uns zu ging, benutzten wir heute Mixed Herbs, „a special blend of marjoram, thyme and sage“. In das andere Brot mischten wir unseren neuen golden syrup. Wir würden später im Geschmackstest erkennen, dass sich beides nicht sonderlich lohnt.

Da wir heute zu faul waren richtig zu kochen, schoben wir 36 Frühlingsrollen und machten uns einen Salat mit Feta. Damit fläzten wir uns vor die Flimmerkiste zu Lydia und Luise und schauten miit ihnen das Ende des dritten Teils der Chroniken von Narnia. Ganz schön kitschig dieser Film! Allein schon, wie die Kinder zum happy end im Boot sitzend übers Meer voller Blumenblüten gleiten. Es gab Zeiten, da fanden wir (oder zumindest Chris) das noch toll. Zeiten ändern sich.

Den restlichen Abend verbrachten wir noch mit Moritz und Felix im workerhouse, Moritz und Ludwig hatten sich nämlich für die nächsten Tage abgemeldet, da sie zum Cape Reinga wandern wollten. So genossen wir halbwegs einen ruhigen Abend mit unserem Rest Sekt und dem Bliss (der Pseudo-Bayleys) von Moritz. Ach ja, halbwegs? Halbwegs, weil die Hälfte von uns und zwar Chris dauernd einnickte und nur Viola wach war. So gesehen hatte Chris etwas anderes genossen: Schlaf. Davon haben wir nämlich generell zu wenig! Auf der Arbeit haben wir Matt kennengelernt, der uns erzählte, dass er so zwischen zwei und drei Uhr Schlafen geht und schon um fünf Uhr wieder aufsteht. Trotzdem ist er in der Mittagspause immer putzmunter und spielt mit den anderen Rugby, während von uns Hostelarbeitern die meisten im Schatten des großen Baums vor der Wiese dösen. Jedenfalls gingen wir erst um 1Uhr ins Bett…