Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

20Januar
2013

Typischer Sonntag

Wie jeden Sonntag, verbrachten wir ihn in der Bücherei. Chris war wieder früher hingegangen, um noch mit ihrer Familie zu skypen und Viola sollte nachkommen. Als sie jedoch gerade auf dem Weg zu den Fahrrädern war, sprintete Ludwig an um ihr mitzuteilen, dass Chris ihm geschrieben hatte, dass sie nicht kommen brauchte. Anscheinend klappte es zeitlich doch nicht mit Nicola zu skypen. So konnte sich Viola in aller Ruhe von Mila, Michelle und Jacky, den drei Blonden, mit denen wir mal in einem Zimmer gewohnt hatten, verabschieden. Mittlerweile verstanden wir uns ganz gut! Die drei hatten auch ein Problem mit dem Auto gehabt, es ist jetzt aber alles repariert und so konnte die Reise nun losgehen. Aber Kaitaia wäre nicht Kaitaia, wenn das Auto jetzt ohne Probleme vom Parkplatz rollen sollte. Nein, selbstverständlich sprang es nicht an. Ein Jumpstart unter dem Gelächter aller Anwesenen half jedoch und so fuhren sie los. Genug Aufregung für den Morgen, oder etwa doch nicht? Viola putzte sich gerade die Zähne, da schepperte es. Ein Fenster war aus der Verankerung im worker-Haus gefallen. Ein trauriger, aber auch lustiger Anblick. Mike freute sich gar icht darüber, dass ein Fenster einfach so ohne berührt oder geöffnet zu werden rausfällt, weil das Holz so morsch ist.

Viola und Michèl machten sich irgendwann doch auf zur Bücherei und trafen dort Chris und Lukas. Chris hatte inzwischen schon mit Nico geskypt, es hatte doch geklappt. Ludwig hatte die zweit SMS übersehen, in der stand, dass Viola genau jetzt kommen sollte. Bis circa 15pm waren wir trotzdem in der Bücherei.

Im Hostel blieben wir danach nicht lange, wir brachen direkt auf nach Ahipara zum Strand. Mit dabei waren Lydia, Luise und Rebecca, die neu im Hostel sind und das – wer hätte das gedacht- wegen ihres kaputten Autos. Ihnen waren zwei 17-jährige Jungs reingefahren. Craig, Jordi und Lukas waren angeln, Michèl, Florian, Moritz und wir Mädels guckten erst eine Weile zu, dann gingen alle bis auf Lina und Viola schwimmen. Wir saßen noch eine Weile am Strand und aßen Melone bis es zu kalt wurde und wir nach Hause fuhren. Dort bekamen wir wenig später die neueste Geschichte von den Anglern erzählt, die schließlich auch zurück kamen. Nein, kein gewöhnlicher Fisch, auch kein Stingray ging heute an den Angelhaken. Ein Hai, mit einer Länge von 1,5m zappelte plötzlich an Lukas Leine. „Ein wunderschönes Tier! Ganz in blau..“, so die Beschreibung durch Lukas. Anders als bei dem Riesenrochen, siegte aber dieses Mal das Tier gegen den Menschen. Mit seinen scharfen Zähnen bis der Hai die Leine durch und entschwand wieder im Meer. So ein Moment ist laut Craig  „the worst feeling in the world!“, ihr Angler habt also unser Mitleid. Aber ihr habt bestimmt bald wieder Erfolg.

Im Hostel backten wir beide dann endlich mal die Apfeltaschen, die schon so lange auf unserer To-cook-Liste standen. Schön sahen sie definitiv aus, probiert haben wir sie heute noch nicht. Stattdessen haben wir endlich mal wieder Avocadocreme gegessen. Nein, wir haben nicht massenweise Geld darein investiert, wir haben viel mehr unseren Charme spielen lassen und bekommen jetzt immer welche von Sebastian und Johann geschenkt, die auf einer Avocadofarm arbeiten. Dazu gab es unser Oreganobrot und Wasser. Wie wir es vermisst haben!