Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

20März
2013

Nos gustan la comida alemana y española

Heute gingen wir die Sache mit der Arbeit etwas überlegter an. Wir schrieben die SMS an den Boss BEVOR wir zum Treffpunkt fuhren, obwohl es nicht nach Regen aussah. Aber sicher ist sicher und sicherte uns fünf weitere Stunden Schlaf. Heute gab’s nämlich mal wieder keine Arbeit. Wieso? “Because is still early part of season an only have one other smaller pick“. Bei dem anderen “pick” waren wir anscheinend nicht dabei, sodass wir mal wieder Zeit für uns hatten. Wie so oft in der letzten Zeit. Um nicht Tag für Tag „lazy“ zu sein, wie Stefano es bezeichnete, nahmen wir uns an diesem Vormittag vor – Achtung schonmal Atemmasken und Defi bereitstellen – joggen zu gehen! Nein, ihr habt euch nicht verhört. Joggen, so richtig mit laufen und so. 50 Minuten lang liefen wir im grazilen Eilmarsch die Redwood Rd hoch in die Stadt, durch den Pollard Park, an Golf- und Spielplätzen vorbei und am Tailor River wieder zurück. Puh, da ging der Puls doch etwas schneller, als beim Couchpotatoe-Dasein vor der Flimmerkiste. Nach weiteren 40min Dehn- und Kraftübungen (eine halbe Männerliegestütze können wir schon) war’s dann auch mal gut für den Moment und wir löschten und Durst und Schweiß jeweils mit Wasser. Frisch und munter hockten wir auch gleich wieder vorm Fernseher allerdings mit einem kniffligen Spiel, bei dem man einen Ring durch geschicktes Entwirren befreien musste. Und das Telefon lag zwischen uns. Dieses wenige Arbeiten hatten wir nämlich langsam satt. Von alleine bezahlte sich hier schließlich nichts. Darum klingelten wir noch bei drei Fabriken durch, ob sie Job-vacancies hätten. Zwei bejahten und wir zogen los um zu ihnen zu fahren und die obligatorischen applicationforms auszufüllen. Eine hieß Elite Pavlova, dort stellen sie süße Backwaren her. Bei Talley‘s gibt’s Tiefkühlgemüse, Pommes und Eis (Jasmin arbeitet da). Mal sehen, ob die Manager uns anrufen.

Als wir heute also mal wieder vor einer leeren Küchenarbeitsfläche standen, mussten wir nicht lange überlegen, wie wir dieses leere Fleckchen füllen könnten. Zeit für Afghans! Es handelt sich hierbei um Schokoladenkekse mit einer Schokoglasur und einer Walnuss oben drauf. Das Rezept haben wir von Jordi, der hat in Kaitaia relativ oft welche gemacht. Es ist auch gar nicht so schwer. Butter, Zucker, Kakaopulver, Mehl, Cornflakes vermischen und kleine Kekse formen, in den Ofen 15min backen. Bis hierhin hatte alles auch einigermaßen gut geklappt. Das Schwierige war die Schokodrops zu schmelzen. Zuerst wollten sie nicht richtig flüssig werden und dann waren sie auf einmal wieder total fest. Auch die Mikrowelle konnte nicht entscheidend viel daran ändern. Die Krümelschokolade konnte aber trotzdem noch verteilt die Kokos – äh – Walnüsse angeklebt werden. Schmeckte noch nicht ganz so wie beim Meisterbäcker, aber ein Anfang ist gesetzt. Man muss ja noch Träume haben. Ach ja, die Kartoffel waren mittlerweile auch schon gekocht und geschnitten. Zum Abendessen würde es Bratkartoffeln mit integriertem Rührei, Tomaten und Käse geben. Ein Festschmaus!

Da wir recht früh mit dem Essen  dran waren, wollten wir vor dem Schlafengehen noch einen Film schauen. Wir suchten sogar extra einen ganz kurzen aus. Dann aber kamen Marianana und Joaquin nach Hause. Sie hatten uns gesagt, dass sie heute ausziehen würden. Echt voll schade!! Unsere Lieblingsargentinier!!! So gingen wir in die Küche, um uns zu verabschieden. Die Verabschiedung dauerte allerdings länger als geplant, da wir kurzerhand eine Spanischstunde bei Joaquin bekamen. “Hola! ¿Cómo estás?“ – “Todo bien. ¿y bos?“ Natürlich nicht spanisch, wie man bei Herr Piper lernt, sondern argentinishces Spanisch. “Yo“ spricht man scho, aus “dinero“  wird „plata“ und so weiter und so fort. Hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, vor allem wenn man dann so Zungenbrecher kommen, wie “enredadera“ (r immer schön rollen und d ist wie th im Englischen). Übrigens: Sagt am besten nicht, dass ihr gerne Kekse esst, sonst heißt es, ihr seid homosexuell (nichts gegen Homosexuelle und gegen Leute, die gerne Kekse essen). Spanisch ist super! Buenas noches! Asta  mañiana!“