Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

04Mai
2013

Kepler Track und andere Überraschungen

  Moosiger Wald Wetland Überraschung! Auf dem Weg zum Kepler Track

Die zweite Nacht in einem Bett mit richtiger Bettdecke bzw. Schlafsack auf dem Boden auf zwei Isomatten endete für uns zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Chris stand um 7.30 Uhr auf und wurde wach, während Tobi und Daniel in der Küche ihr Frühstück (auch Haferflocken mit Rosinen!) zu sich nahmen und dann ihre Rucksäcke schulterten. Sie würden nämlich heute die erste Etappe des Milford Tracks laufen. Um 8 Uhr waren sie dann so weit und verabschiedeten sich von uns, zogen die Tür zu und waren weg. Viel Spaß auf der Wanderung und danke für den restlichen Apfelkuchen!

Chris duschte, räumte das Auto auf und schrieb schon einmal einen Dankesbrief an Kay. Sie war echt nett zu uns und hatte so viel Vertrauen ohne, dass sie uns auch nur im Geringsten kannte! Wahnsinn! Um 9.30 Uhr krochen auch Lukas und Viola aus den kuscheligen Kinderbetten, duschten und kamen zum Frühstückstisch. Kay war schon drauf und dran alles Mögliche in ihre Handtasche zu stopfen, das sie fürs Wochenende brauchen könnte. Sie besuchte nämlich Freunde in Dunedin. Um 10 Uhr verließ ihr Wagen das Grundstück und wir drei waren alleine. Bevor auch wir uns auf den Weg machten, nutzten wir noch ausgiebig das Internet und spülten die letzten Schüsseln.

Gegen 14 Uhr schlossen wir das Haus ab, versteckten den Schlüssel und fuhren los – erst einmal Essen besorgen. Lukas bestellte sich eine fettige Portion Fish’n Chips beim chinesischen Takeaway, wobei ihm dann einfiel, dass er sein Handy im Haus gelassen haben musste. Also wieder zurück. Tatsächlich war es in eine Ritze des Sofaschaukelstuhls gerutscht. Sowas! Indes hatten wir beide angefangen uns Käsebrote zu schmieren. Die Sonnenblumenkerne im Brot machen wirklich was aus – sehr lecker!

Dann ging es wirklich los, und zwar zum Kepler Track. Keine Sorge, wir wollten nicht erst um 15 Uhr den großen Marsch antreten. Da wir noch nicht wussten, wie es mittlerweile um Violas Knie bestellt war und Lukas immer noch mit den Blasen an den Füßen zu schaffen hatte, hatten wir uns dazu entschieden, nur eine Tageswanderung auf dem letzten Abschnitt des Kepler Tracks zu machen, der überwiegend flach durch den Wald am Waiau River und durch wetland entlang zur Moturau Hut führte. 1h23 später erreichten wir diese auch schon völligst entkräftet, da unser Daypack ja voller Jacken sehr schwer wog. Glücklicherweise hatte sich der Spaziergang gelohnt. Denn wen fanden wir am Tisch sitzend und Nudeln löffelnd? Moritz, Ludwig und Isi! Hey! Wir hatten gewusst, dass sie den Track gerade liefen und so war es eher für sie eine Überraschung, dass wir uns nach drei Monaten das erste Mal wieder sahen. Lukas hatte sie damals schon in Christchurch getroffen, aber für uns war es das erste Mal seit Kaitaia. Richtig cool!! Wir redeten natürlich über die vergangene Zeit, über ihre Arbeit in Alexandra auf dem vineyard und ihren Autounfall, der sie von einer gravel road in eine Böschung verfrachtet hatte. Oha…das Auto war hin, aber ihnen ging es gut. So ein Mist, dass sich Ludiwg und Moritz erst zwei Tage davor noch zwei Possumfallen gekauft hatten, die konnten sie jetzt nicht mehr mit rumschleppen.

Wir saßen eine Weile zusammen, dann verabschiedeten wir uns wieder voneinander, denn es wurde schon bald dunkel und wir mussten ja noch zurück zum Parkplatz laufen! Um 17.45 Uhr spurteten wir los und es war schon bald echt dunkel. Erst nutzten wir Lukas‘ Handy, dann das Licht von Violas Kamera, um den Weg zu erleuchten. Chris fand dabei heraus, warum Zombies ihre Arme immer vor sich hertragen. Die Haut leuchtet nämlich, wenn das bisschen Mondlicht drauf scheint und so kann man sich ein wenig selber den Weg weisen. Nach 1h15 waren wir schon da.

Auf der Southern Scenic Route starteten wir den Weg gen Süden, wo wir auf einem Rastplatz stehen blieben, kochten und zu Bett gingen. Wir beide wollten eigentlich mashed potatoes machen, aber wir haben die Kartoffeln nicht zerstampft bekommen, sodass es eine Kartoffelsuppe mit Apfel wurde. Lukas machte sich Zwiebelreis mit Pfeffersoße. Wir haben ein neues Gericht herausgefunden!