Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

03Mai
2013

Schöne Mädschen auf dem Doubtful Sound

Schöne Berge am Morgen SonnenaufgangManapouri hydroelectric power station Machine hall Da liegt er, der Doubtful SoundSchönheit im Doubtful Sound Noch mehr Schönheit auf dem Doubtful Sound Ein schönes Boot (vessel) auf dem Doubtful Sound Hinten erglimmt die Tasmansee Die Allerschönsten auf dem Doubtful Sound Schöne Robben Ein schöner Albatross Schöner Regenbogen Schöne bottlenose dolphins  Ey jooooo, Mädschen, was geht aaaaab?!?!?! Checker. Gruppenfoto

Noch früher als gestern, nämlich 5.45 Uhr, mussten wir die warmen Betten verlassen um pünktlich um 7 Uhr an der library zu sein, wo wir abgeholt wurden. Der Bus brachte uns und ein paar andere Menschen nach Manapouri, eine nicht weit entfernte Stadt. Man konnte jetzt schon sehen, dass es ein wunderschöner Tag werden würde, der Sonnenaufgang erleuchtete bei blauem Himmel die mit Neuschnee bedeckten Berge in der Ferne. In Manapouri stiegen wir in ein Boot um, das uns quer über den Lake Manapouri brachte. Auch wenn die Aussicht auf dem Deck uns alle begeisterte, zog es uns doch bald wieder nach unten, wo wir windgeschützt im Warmen den free coffe und tea genießen konnten. Am anderen Ufer besuchten wir kurz das Info-Centre, dann stieg unsere Gruppe (es waren nur 23 Personen an Bord) wieder in einen Bus und los ging es unter Tage. Hier gibt es nämlich ein Wasserkraftwerk, welches den Höhenunterschied zwischen dem See und dem Meer ausnutzt. Wir fuhren den engen Tunnel hinunter, bis wir 200m unter der Erdoberfläche waren. Dann betraten wir einen großen Raum, der in den harten Fels geschlagen war, wo insgesamt 7 Generatoren stehen, die 850MW produzieren, 14 % des Strombedarfs Neuseelands. Beeindruckend. Gebaut wurde es übrigens 1963 und 1972 eröffnet. Wir waren mal wieder die letzten, die im Bus ankamen, aber wir informieren uns halt gerne. Bald hatten wir wieder das Tageslicht erreicht und machten uns auf den Weg zum Doubtful Sound.

Die Fahrt war nicht so spektakulär wie die zum Milford Sound, aber angereichert mit lustigen Geschichten unseres Busfahrers Chris machte sie doch viel Spaß. Wir machten einige Pausen bei schönen Ausblicken und hatten dann die Anlegestelle des Bootes erreicht. Hier sah es bei weitem nicht so touristisch aus wie beim Milford Sound, das merkten wir auch immer wieder auf dem Wasser, wo einem kein anderes Boot begegnete. Der Doubtful Sound ist drei Mal länger als der Milford Sound, somit schipperten wir gute drei Stunden übers Wasser. Bei bestem Sonnenschein (das ist nicht oft der Fall, in einem Seitenarm fallen 16 Meter regen im Jahr) genossen wir die wunderbare Landschaft. In der Ferne konnte man die schneebedeckten Gipfel sehen, direkt am Sound die grünen Berge mit den Wasserfällen und Tälern. Es war so schön hier! Als wir schließlich die Tasman Sea erreichten, hielten wir an einem Felsen, auf dem zahllose Robben die Sonne auf den Pelz scheinen ließen.  Dann ging es wieder zurück in den Fjord, dieses Mal ganz nah an der Küste entlang, sodass ein paar Kinder, die wohl kein Kältegefühl haben, sich unter einen Wasserfall stellen konnten. Chris, also der Busfahrer, holte einen Topf und hielt ihn unter den Wasserfall, so konnten wir direkt aus der Natur trinken. Das tat gut nach all dem Tee, Kakao und Kaffee, den wir heute schon geschlürft hatten! Wir machten noch einen Abstecher zu einem Seitenarm, wo wir die Rainbow Falls bestaunten. Auf dem Rückweg zur Anlegestelle gab es noch zwei weitere Highlights: erst eine Mutter mit ihrem Kind, dann eine ganze Schule von Delfinen zog am Boot vorbei. Wir waren hin und weg. Und damit nicht genug! Denn kurz darauf passierte noch ein Pinguin im Eiltempo das Schiff. Zu schnell für Chris‘ Kamera. Um 15 Uhr verließen wir das Boot und fuhren per Bus, Boot und wieder Bus nach Te Anau zurück. Der Ausflug hatte sich echt gelohnt! Auf Empfehlung unseres Fahrers hin kauften wir noch Chips, bzw. auch einen blue cod für Lukas an einem Stand am See, setzten uns ans Ufer, wo wir uns über Stromforschung Gedanken machten, und gingen nach Hause.

Dort kochten wir uns eine Apfel-Muskatnuss-Soße zum Reis und saßen zu fünft bei Kuchen im Wohnzimmer herum. Lukas schlief irgendwann ein und wanderte über ins Bett, wir blieben noch eine Weile sitzen, zusammen wie am Cape Reinga, und gingen dann ebenfalls schlafen. Ein letztes Mal im Bett (während die beiden auf dem Wohnzimmerboden ihr Quartier hatten), das war schon super!