Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

02März
2013

Wo ist der Fußschützer?

5:30Uhr: Der Wecker klingelt. Müde wälzten wir uns aus unseren Schlafsäcken und krabbelten durch den Geheimgang nach vorne auf die Sitze. Chris legte den ersten Gang ein und schon tuckerten wir durch New Plymouth die Eliot Street hinunter bis nach Egmont Village, wo wir rechts abbogen und zum Parkplatz am Ausgangspunkt für den für heute eingeplanten Taranaki summit climb fuhren. Während wir durch die Heckscheibe den Sonnenaufgang beobachten konnten, frühstückten wir also wie immer, schmierten uns Käsebrote, packten die Daypacks, zogen die Wanderschuhe an-moment! Wieso lag denn nur einer von Violas Schuhen im Auto?! So ein Mist, er musste gestern Nacht am Schlafplatz vor dem fremden Haus beim Tür-Öffnen herausgefallen sein. Mit einem Schuh weniger lässt es sich nur schlecht wandern, so blieb uns also nichts anderes übrig als zurück zu fahren und nach dem verlorenen Fußschützer zu suchen. Wenigstens verbrauchten wir bergab kein bisschen Sprit, ließen uns einfach im Leerlauf runter rollen. Glücklicherweise fanden wir den Schuh, jedoch fanden wir auch, dass es zu spät für die Wanderung sein würde, wenn wir jetzt erst noch eine ¾ Stunde Auto fahren müssten. Wir entschieden daraufhin einstimmig, den Mt. Taranaki auf morgen zu vertagen. Er würde uns schon nicht davon laufen.

So erkundeten wir heute die Stadt. Lange hatten wir uns vorgenommen, den New World, eine Supermarktkette, unter die Lupe zu nehmen. Heute setzten wir diesen Plan in die Tat um. Erst waren wir ziemlich begeistert von der liebevoll angerichteten Gemüse- und Obstabteilung, wo wir zu einem Schnäppchenpreis ca. 15 Birnen für 2$ erstanden, als wir dann jedoch die Preise mit denen des Pak’n Save verglichen, stellten wir fest, dass es sonst etwas teurer war. Mysteriös am örtlichen Pak’n Save war jedoch, dass das Budget Toast nicht wie üblich 1,49$, sondern stolze 1,75$ kostet! Warum dieser Preisunterschied? Naja…wir haben ja noch unsere Tiger Sticks!

Danach stand auf der Liste: Stadtbibliothek. Sie hieß uns wie so oft mit herrlichem freien Wifi willkommen, dass wir natürlich auch nutzten, um unseren Blog zu aktualisierten. Nach fünf Stunden war auch das endlich erledigt, sodass wir noch etwas in der Stadt herum bummelten. Der Kathmandu hatte leider schon geschlossen (es war 16.30 Uhr an einem Samstag!), das Shopping centre konnte uns nicht fesseln, und so schlurften wir letztlich gelangweilt zum Auto zurück. Dank des voll aufgeladenen Laptop-Akkus konnten wir es uns leisten, einen Film zu schauen (à“Die Nacht der lebenden Loser“-bescheuert, aber witzig). Abgerundet wurde der Tag durch leckeren Milchreis mit Birnen, den wir uns machten. Wirklich gut!! Dann fuhren wir als letzte Tagesaktion hoch zum Parkplatz auf dem Mt. Taranaki, damit wir morgen auch wirklich in aller Herrgottsfrühe aufbrechen konnten. Auf dem Weg dorthin wurden wir nervlich noch auf die Probe gestellt, denn dauernd mussten wir arme, verwirrte Tieren das Leben retten, indem wir sie passieren ließen, sobald sie vor unser Auto hoppelten. Zwei Igel, ein Kaninchen und vier Possums erfreuen sich also nun bester Gesundheit, wobei die Possums hier eine Plage sind und man Geld bekommt, wenn man sie tötet. Aber so sind wir ja nicht…