Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

24Mai
2013

Wir haben Panzer gesehn, die kommen aber nicht im Text vor

Mit diesem Ausblick sind wir aufgewacht Versucht das mal in einem Atem zu lesen! Und wiiiieee laaang der ist!

Den Wecker hatte Chris gütiger Weise um 15min nach hinten verschoben, doch wir ignorierten ihn bei für weitere zwei Stunden. Es ist immer wieder ein Erlebnis, aufzuwachen und zu begreifen, wo man ist, weil es nachts dunkel ist, wenn man seinen Schlafplatz findet. Heute blickten wir in ein weites grünes Tal, wo sich an einem Berg die Straße hier hochschlängelte.

Zum Frühstück gönnten wir uns heute eine kleine Extravaganz: Eine Kiwi! Jep…Leider war sie schon zermatscht… wir aßen sie trotzdem mit Genuss. Und dann begann unsere Mini-Odyssee nach Napier, der als Art-déco-Stadt bekannten „Metropole“ mit 56.000 Einwohnern. Unser erster Halt war Carterton, wo wir „Paua-World“ besuchten. Eigentlich kann man da einen kurzen Rundgang machen und den Künstlern beim Arbeiten zusehen, doch hatten sie heute einen day off, sodass wir uns mit einem Film zufrieden geben mussten. Diese bunt schillernden Muscheln, sind nur in Neuseeland zu finden und darum sehr berühmt. Die Maori haben sie schon früher als besonderen Schmuck, zu Beispiel als Verzierung ihrer Götterstauten verwendet. Heut wird alles Mögliche mit Paua dekoriert: Spiegelrahmen, Kettenanhänger, Brieföffner, Staubfänger, Kästchen, sogar Tische und Klobrillen. Recht lange schauten wir uns hier um, im Bann des vielen kleinen Schnickschnacks. Alsbald zogen wir dann auch weiter. Nächstes Ziel: longest place name in the world. Warum jener Ort (ein Berg) diesen Titel trägt, ist einfach zu erkennen. Zieht euch nur diesen Namen rein, Achtung, bitte seid so freundlich und benennt eure Kinder nicht danach:Taumata­whakatangihanga­koauau­o­tamatea­turi­pukakapiki­maunga­horo­nuku­pokai­whenua­kitanatahu. Übersetzt heißt es: "The summit where Tamatea, the man with the big knees, the climber of mountains, the land-swallower who travelled about, played his nose flute to his loved one". Hm, traurig…denn "his loved one" war sein Bruder, der in einem Krieg gestorben ist.

Wir mussten aufbrechen, denn Napier, die Stadt Nummer eins in der Hawke’s Bay, wollten wir heute noch erreichen. Unterwegs offenbarte sich die typisch Neuseeländische Landschaft. Sanfte weite grüne Hügel mit abertausenden Schafen, die gemächlich vor sich hingrasten. Es war umwerfend schön. Und weit und breit keine Menschenseele. So erlebten wir die Ostküste. Es erklärt sich auch wieder einmal der Grund für die vielen One-Lane-bridges, die es überall gibt. Das sind einspurige Brücken, bei denen Material gespart wird, zu wenig befahren. Da wir schon mal bei Neuseeländischen Straßen sind: Manchmal stehen an Baustellen Männer mit einem Schild in der Hand. Auf einer Seit steht dick und fett: „Stop“, auf der anderen „Go“. Genau, die Männer drehen und wenden den lieben langen Tag das Schild, um den Autofahrern anzuzeigen, wann sie fahren dürfen. Dabei haben sie immer ein freundliches Lächeln für einen. Neuseeländer!

Wir kamen gegen19:00Uhr in Napier an parkten auf dem Parkplatz von McDonald’s, wo wir uns Nudeln mit Gemüsesuppe-Soße und Käsekochten. Echt gut! Während Viola aus ihrer Jeans eine Tasche für Kleinkram nähte, machte Chris ein Nickerchen und schrieb dann die Blogeinträge der letzten Tage. Nun ist aber Zeit für die Heia! Ob’s draußen die Nacht durch noch so geschäftig laut bleibt?