Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

12März
2013

Wir gehen auf Wohnungssuche!

Endlich konnten wir mal beruhigt ausschlafen, hier würde uns kein Gesetzeshüter stören. Viola nutzte diese Chance, Chris hingegen stellte sich selbstverständlich den Wecker. Was für ein Glück, denn zwei Minuten nach dem Vibrieren trudelte eine SMS ein. Im Text-Gespräch, was daraufhin folgte ging es um einen Trial morgen (ein Probearbeitstag), der uns, wenn wir einen guten Eindruck hinterlassen Arbeit bis zum Ende der Woche verschaffen würde. Was für Arbeit das genau ist, wissen wir nicht, nur dass wir bereits 6:30Uhr abgeholt werden…

Pancakes! Wir mussten die facilities, die wir so teuer bezahlt hatten ja auch ordentlich nutzen, also gab es endlich mal wieder kein Müsli zum Frühstück. Eine schöne Abwechslung. Etwas zu spät verließen wir den Campingplatz und fuhren zum Countdown. Wir warfen nochmal einen Blick auf die Anzeigen und telefonierten dann mit ganz vielen Mailboxen, deren Besitzer uns nach und nach zurückriefen. Und schon ging es los. Die nächsten Stunden verbrachten wir damit uns Wohnungen und Häuser anzuschauen, die eventuell unser Heim für die nächsten Wochen werden würden.  Nach einem Zwischenfazit können wir feststellen, dass es auf jeden Fall ein kulturell gemixter Haufen werden wird, denn es wohnen Leute von Deutschland, über Estland bis nach Argentinien bei Gastgebern aus Holland, Brasilien, den Philippinen und unbekannt! Mal sehen, was die nächsten zwei noch bringen (wir machen grad ne kleine Büchereipause).

Sie brachten uns nichts. Zunächst besichtigten wir Jack’s Backpackers, doch schon bevor wir die Straße überquert hatten, wurde vom Wind nicht nur die Asi-Musik herüber geweht, sondern auch der aufdringliche Geruch nach Drogen. Aber wir hatten schließlich einen Termin und so gaben wir uns einen Ruck und machten einen Rundgang durch die Räumlichkeiten. Nun ja, es erreichte nicht so ganz den Standard der zuvor angeschauten Wohnungen. Es war, sagen wir mal, etwas verwüstet. Aber der Preis war tatsächlich nicht schlecht. Der Hostelbesitzer bot uns nämlich an, dass wenn wir für ihr arbeiten würden, zum Preis von einem hier leben dürften. Wir entschieden aber, dass der Begriff „leben“ hier nicht so hinpasst und wir dann doch lieber ein wenig mehr investieren wollen. Das letzte Haus hatte zwar nicht den besten Preis, allerdings ein anderes schlagendes Argument: free vegetables aus dem Garten. Klingt ziemlich verlockend. Doch für den gleichen Preis entschieden wir und dann doch für das moderne Apartment eines brasilianischen Ehepaare, das eine riesige Küche für uns bereithielt. Wir hatten uns bei einem Käsebrot und Tee mit Keksen lange Zeit genommen für diese Entscheidung und wie immer einige Rechnungen aufgestellt und sind letztendlich sehr zufrieden mit unserer Auswahl! Wir werden erst Donnerstag einziehen können, aber bis dahin dürfen wir in der Einfahrt des Hauses parken, für lau!

Während wir auf die Bestätigung unseres Vermieters warteten, aßen wir unser fantastisches Curry und stellten uns schließlich vor unser zukünftiges Heim. Morgen heißt es um 5:00Uhr aufstehen, 6:30Uhr werden am Bahnhof zu unserer noch unbekannten Arbeit abgeholt.