Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

07Mai
2013

Willkommen in den Catlins

Lighthouse am Waipapa Point Nordsee vs Catlins New Zealand sea lions Kuschelmonsterchenwindswept trees Schafweide Schafileins  Wir waren hier! New Zealand <3

Wir wachten auf unserem nicht mehr ganz einsamen Parkplatz neben dem Rugby-Feld auf. Lukas war schon eher auf den Beinen. Dies lag allerdings daran, dass er seit neuestem ständig aufs Klo muss. Er meint, es läge an der Kälte. So gegen 10:00 Uhr gab es dann Frühstück. Unser Highlight war hierbei die Banane auf dem Nutellabrot. Endlich mal Abwechslung! Alles andere war leider nicht so geschmacksinteressant. Lukas bereitete sich währenddessen schon was Richtiges zu: Instant noodles. Am Morgen? „Ja, die sind so schön warm!“ Aha!

Als dies erledigt war konnte es losgehen. Auf einem öffentlichen Klo noch schnell abgewaschen und den Müll entsorgt, welcher sich inzwischen in Tüten hinter dem Beifahrersitz türmte. Heute fuhren wir in die Catlins. Dies ist eine Region im Süden, östlich von Invercargill. Besonders ist die Tierwelt, die man dort vorfindet. Wenn man Glück hat sieht man nämlich die seltenen New Zealand sea lions, fur seals und yellow-eyed-penguins an den Stränden. Über Fortrose fuhren wir erst zum Waipapa Point, wo es neben einem schönen Leuchtturm aus Kauriholz auch wunderbare Natur gab, die ein wenig an Norddeutschland erinnerte. Wuschiges Dünengras, kahle Klippen, ein unendlich weites Meer und am Strand einige große Seelöwen, die sich reckten, gähnten und miteinander kuschelten. Aber Achtung! Man sollte ihnen bloß nicht zu nahe kommen und sie störten, denn auf ihren Flossen sind sie flink unterwegs und können beißen. Die männlichen ausgewachsenen Tiere werden übrigens bis zu 400kg schwer. Wir sahen hier außerdem windswept trees, Bäume, die vom stetigen Wind schief gewachsen sind. Sehr kurios!

Der nächste Halt war Slope Point, der wirklich südlichste Punkt der Südinsel, 1400km von der Nordinsel-Nordspitze entfernt. Auch hier gefiel es uns sehr gut. Es war zwar ein bisschen windig, aber es regnete fast nicht. Wir verbrachten dort einige Zeit bis die Sonne schon rot am Horizont hinter der Schafsweide leuchtete und wir zurück zum Auto gingen. Da überlegten wir, wo wir diese Nacht schlafen könnten. Wir wollten die Straße hoch zum Bauernhaus fahren, um den Eigentümer zu fragen, ob es ok sein, wenn wir hier schlafen würden, doch es machte uns niemand die Tür auf. So blieben wir dann halt dort stehen, in der Hoffnung, dass kein DOC-Ranger sich hierher ins nirgendwo verirrte. Wir hatten übrigens eh vor, morgen früh aufzustehen, um den Sonnenaufgang zu erwischen.

Zu essen gab es heute Gemüsesuppe-Käse-Nudeln bei uns und Kartoffelsalat bei Lukas. Es musste niemand hungrig zu Bett gehen.