Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

15März
2013

Traubenklau-Profis

Tortillas

Heute hatten wir endlich mal einen ganzen Arbeitstag vor uns, wie gut, dass wir uns
zum Frühstück Porridge machen konnten, welcher mehr sättigt als unser übliches
Müsli. Die Arbeit war genauso wie sonst, nicht so spannend halt, wir hatten um
16:00Uhr Schluss. Da
man hier ja keine Trauben geschenkt bekommt, muss man sich schon was ausdenken, wie man an das Obst kommt. Da wir leider da parkten, wo die Trauben bereits geerntet waren, konnte uns ein unauffälliger Spaziergang in die Weinstöcke dieses Gut nicht beschaffen. Unter erhöhtem Risiko pflückten wir so auf dem Nach-Hause-Weg einfach direkt aus dem Auto. Und so gehts: Man fährt also einfach ganz nah an den Wein heran, beugt sich weit aus dem Fenster heraus, während der andere im Rückspiegel die Umgebung im Auge behält und düst dann so schnell wie möglich davon. Und schon liegen ganz viele Trauben auf dem Armaturenbrett.

Nach der Arbeit war ein Großeinkauf angesagt. Da wir endlich mal wieder auf die 40$ kommen wollten, die wir ausgeben müssen, um einen Tankgutschein zu bekommen, kauften wir zwar nur ausschließlich sinnvolle Dinge, dafür aber in Mengen, die erst einmal eine ganze Weile reichen sollte. So besitzen wir jetzt beispielsweise einen 5kg Sack weißes Mehl.  

Nach dem Duschen gingen wir – wer hätte das gedacht? – in die Küche. Heute hat Jave Geburtstag und so backten wir einen Kuchen. Wir bereiteten einen normalen Rührteig zu, mischten noch etwas Kakao hinein und ließen noch ein paar Trauben hinein plumpsen. Zusammen mit einem Brot kam nun alles in den Ofen. Nun war es auch schon Zeit fürs Abendessen, es sollte Tortillas mit Salat-Käsefüllung geben und noch eine Soße mit sour cream und frischer Petersilie, die wir im Gemüseladen geschenkt bekommen hatten. Die Tortillas waren heute sogar so dünn und groß, dass man sie - wie es sich gehört - richtig einrollen konnte. Super lecker! Wir warteten noch bis der Kuchen abgekühlt war und probierten ein Stück. Er war zwar nicht ganz durch, schmeckte aber trotzdem ganz gut! Zusammen mit einem Brief an alle Bewohner des Hauses stellten wir ihn auf den Küchentisch, damit morgen alle probieren können und gingen dann hundemüde zu Bett.