Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

31Dezember
2012

Sylvester-Silvester

Den letzten Tag des Jahres wollten wir gebührend ausnutzen, sodass wir schon um 10 Uhr aufstanden. Früh genug für uns… Wir wussten immer noch nicht, wo wir Sylvester feiern würden. Ein junger Mann von der Arbeit hatte uns alle eingeladen den Abend in einer Ferienwohnung am Strand mit anderen Arbeitern zu feiern. Allerdings wollten auch die Leute vom Hostel, dass wir mit ihnen zum Strand fahren. Schließlich entschlossen wir uns für letzteres, denn so konnten wir auch mit Lina, Jule, Ludwig, Oli und den anderen den Abend verbringen. Nicht zu vernachlässigen war die Tatsachen, dass man unser Auto mit den beliebig nutzbaren „Sitzplätzen“ benötigte, um die 27 Leute zu transportieren. Nein, natürlich waren nicht alle bei uns, nur insgesamt 10 Personen…

Für das Abendessen machten sich alle was zu essen, wir beide probierten uns erneut an den Kumara- Reibekuchen. Dieses Mal frittierten wir sie quasi mit viel Öl in der Pfanne. Vom Zusammenhalt waren sie weitaus besser als letztes Mal, jedoch war der Geschmack irgendwie weg, dabei hatten wir doch extra viel Zucker drauf gemacht statt Salz.

Wie immer waren wir mal nicht in der Zeit. Ben und Michèl waren als Kundschafter zu möglichen DOC-Campingplätzen und hatten nur noch einen freien in Rarawa gefunden. Um 16:30 sollte es losgehen. Um 16:20 Uhr waren wir jedoch noch beim Pak ‘n save um Kekse, Cracker mit Pickle und nicht zu vergessen einen leckeren günstigen Sekt zu kaufen. Schnell wie geölte Blitze radelten wir zurück zum Hostel. Aber zum Glück war noch keiner fertig zur Abfahrt. Wir packten also unsern Kram zusammen und Lukas sortierte alles in den Stauraum in unserem Auto ein. Wie auch immer, wir endeten zum Schuss alleine auf dem Parkplatz. Nur Johann, der chaotische Belgier war noch da und stürzte sich auch noch gleich in unser Auto. Na dann weg. Irgendwann – wir waren schon 30km gefahren, erwähnte Johann, dass die anderen auf dem Parkplatz vom Pak ‘n save auf uns warteten. Oh wunderbar! Da waren wir doch schon lange vorbei. Anrufe zu Personen in den zurückgebliebenen Autos schlugen fehl: kein Netz. Nach 65km erreichten wir Rarawa beach, wo wir schnell merkten, dass uns etwas scheinbar Essentielles fehlte: lange Hosen für den Abend. Die Hitze hatte schon nachgelassen, nur die untergehende Sonne wärmte noch sanft unsere Leiber. Nach und nach kamen auch noch die anderen 17 Leute an und wir belegten unseren abgesperrten Bereich auf der Campingwiese. Bald packten alle ihr Abendessen aus, u.a. Kartoffelpizza, Burger, Instantnudeln, Käse, Reibekuchen…

Schon zogen die ersten Karawanen zum Strand runter. Dort war wunderschönes Licht zum Fotografieren, das Chris natürlich nutze, zum Beispiel um Violas dramatischen und unfreiwilligen Ins-Wasser-Wurf  festzuhalten. Lukas hatte sie nämlich mitsamt Klamotten ins Meer geworfen. Oli probierte derweil seinen neuen Neoprenanzug auf, Leo und andere Jung spielten Rugby, manche saßen auch einfach nur im Sand und chillten. Irgendwann wurden Fuhren an Getränken herbei geschafft und ein Lagerfeuer errichtet, um das sich alle versammelten. Die Nacht brach herein und wir rutschen enger zusammen, erzählten Geschichten, lachten und aßen Cracker und Popcorn. Die Stunden gingen vorbei und endlich begann Sebastian damit den Countdown herunter zu zählen: 10,9,8,7,6,5,4,3,2,1,0! Happy New Year!! Wir köpften unseren Sekt und stießen auf das neue Jahr an. 2013 – was wird uns das Jahr bringen? Dann gingen wir schlafen. Nenene. Feucht-fröhlich und ausgelassen umarmten sich alle und wünschten sich ein frohes neues Jahr. Sogar ein kleines Feuerwerk ließ unsere Feier erstrahlen. Als einige der ersten Menschen feierten wir also den Jahresbeginn und waren sehr stolz darauf. Wer kann schonsagen, Sylvester in Neuseeland am Strand unter einem Sternenhimmel gefeiert zu haben?! Ach ja – eine Mitternachtsüberraschung sollte es auch geben. Naja, es war eigentlich keine Überraschung, aber trotzdem. Einige Jungs hatten sich vorgenommen um Punkt Mitternacht nackt im Ozean zu schwimmen. Fröstelnd stiegen sie aus dem Wasser, umwickelten sich mit Handtüchern und wärmten sich am Feuer. Hihihi… Wir feierten noch ein bisschen weiter bis in die frühen Morgenstunden. Während einige eine eisige Nacht am Strand verbrachten, schliefen wir einigermaßen gemütlich zwischen allerhand Rucksäcken usw. im Auto. Neus Jahr, wir kommen!

Nicht nur Jungs spielen Rugby ;) Neptuns Sohn Lukas' Bild mit Namen Chris und Viola Viola und Chris Lauft!! Florian und MichèlGemütliches Lagerfeuer In der Ferne sieht man Sterne Mondaufgang überm Meer - seht ihr Pierrot Lunaire?