Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

12Mai
2013

Riesige Murmeln

Denker auf Stein So ist es fast eine Kugel Von innen sind sie hohl Lieblingsstein Happy mother's day! Was für eine schöne Spiegelung Wir drehen uns! Flieg, Bienchen, flieg! Auch Gänse gab es im Park Milchstraßenerlebnis

Glücklicherweise unentdeckt geblieben erwachten wir, erzählten wie jeden Morgen unsere Träume (heute konnten sich sogar alle drei daran erinnern) frühstückten, räumten auf, Lukas kletterte auf einen Baum – das Übliche halt. So fuhren wir auch wieder erst gegen 11.30 Uhr los durch grüne Wiesen und Felder, hinauf in den Norden zu einer faszinierenden Sehenswürdigkeit. In Moeraki bogen wir rechts ab und liefen bei strahlendem und uns erwärmenden Sonnenschein zum Strand. Und in der Ferne konnten wir sie schon entdecken: runde Kugelsteine mit Durchmessern von bis zu zwei Metern lagen da im Sand. Die Moeraki Boulders sahen aus als hätten Riesen ihre Murmeln hier vergessen. Diese riesigen Kugeln, teilweise so perfekt rund, waren echt beeindruckend. Viola umkreiste einen der Steine mit einem staunenden Gesicht und hatte die gleich Frage wie alle von uns im Kopf: „Wie entstehen solche Formen?“. Die Steine waren ursprünglich in der Felswand an der Küste eingeschlossen, die im Paläozän noch Meeresgrund gewesen war, und dann nach Absenkung des Meeresspiegels “herausgefallen“ sind. In der Mitte haben sie einen Hohlraum, der eigentlich aus Kristallen bestand. Die Schönheit dieses Ortes genossen wir noch lange, wir saßen auf den Kugeln herum, beobachteten Menschen und die einsetzende Flut, frisierten uns und spürten die Wärme der Sonne auf der Haut. Kurz vor drei ließen wir die Steine hinter uns und fuhren weiter nach Oamaru. Diese Stadt galt Anfang des 20. Jh. als schönste Stadt der Südinsel. Wir hielten dennoch zuerst beim New World, denn wie ihr wisst, ist heute Muttertag, ein guter Grund für Lukas uns neue Muffins zu kaufen. Dankeschön! Der erste wurde auch direkt probiert, nachdem wir unsere Käsebrote gegessen hatten. Nun hatten wir genug Kraft für die Stadtbesichtigung aus dem Auto heraus. Die Häuser und palastartigen Gebäude im neoklassizistischen Stil mit den Säulen dran erschienen uns gar nicht neuseeländisch. Um aber doch noch etwas Bewegung zu haben, machten wir einen Spaziergang durch den public garden, tobten uns auf dem Spielplatz aus (Jippieh, wippen macht so viel Spaß!), schauten uns sehr interessiert Blumen an und verfolgten belustigt Lukas‘ ständige Persönlichkeitswechsel. Der Abend dämmerte schon langsam, also fuhren wir weiter, um einen Platz für die Nacht zu finden. In einer Sackgasse in einem fünf Seelen-Dorf fanden wir ihn. Wir schrieben Blogeinträge und kochten uns Nudeln mit Gemüsesuppesoße mit Käse und gingen, nachdem wir noch einmal die wie immer unglaubliche Milchstraße bestaunt hatten, ins Bett. Vorm Schlafengehen noch einen lieben Muttertagsgruß nach Hause, happy mother’s day!