Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

31März
2013

"Regionales preiswertes Essen" am Ostersonntag

Mops und das Osterhäschen verstehen sich ganz gut Früchtebrot - wir schmeißen nichts weg! Schwäbischer Hefezopf - JA, DER SOLL SO DUNKEL OBENDRAUF SEIN 

Frohe Ostern! Ein ganz besonderer Sonntag empfing uns an diesem frischen Morgen. Mmmh…allzu gut war die Stimmung jedoch trotzdem nicht, denn gemütlichem Ausschlafen versüßte uns unsere die Aussicht auf Arbeit das Frühstück-naja, nicht ganz allein, denn neben dem Tisch hatten wir unsere zwei Osterpakete von unseren Eltern positioniert, die auch teils begieriger, teils weniger gespannt geöffnet wurden. Herrliche Dinge entzückten uns: Schokoladeostereier, längste Pralinen der Welt, Lindt-Häschen, Dosenfleisch, getrocknetes Fleisch, Mini-Prinzenrollen, Früchtetee samt Teebeutel, ein Rezeptheft, das groß den Chilenen angekündigte Pumpernickel u.v.m.. Danke an die Absender zu Hause, wir freuen uns seeeehr!

Bevor wir zur Arbeit fuhren, legten wir Benjamin und Esteban auch noch Eier ins Zimmer und fanden die versteckten Osterüberraschungen von Jasmin, die so lieb war und uns allen ein paar Kleinigkeiten in der Wohnung zum Suchen hinterlassen hatte. Danke!

Auf dem Vineyard merkte man schnell, dass niemand so richtig Lust hatte. Ostersonntag…ach ja, da war ja was! Lange hielt es uns auch nicht dort, denn jemand hatte Mitleid mit uns und ließ es regnen. Nach 2 ½ Stunden dann die Erlösung. „You can go home! See you tomorrow!“ Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und machten uns rasch vom Acker. Wir fuhren André und Peter nach Hause, wir selbst brauchten noch Äpfel, weshalb wir den “Farmer’s market“ ansteuerten. Das Geschehen dort erinnerte uns an das Derletalfest bei uns in Bonn, nur viel kleiner. Regionales preiswertes Essen fanden wir zwar nicht, dafür probierten wir überall die kleinen dargebotenen Häppchen an vielerlei Sorten von Nüssen, Soßen und Aufstrichen. Über uns kreisten die Flugzeuge der Flugshow, machten ihre Steilflüge, Loopings und weiß der Geier was. Uaaaaah, das sah manchmal echt riskant aus.

Als wir wieder in der Wohnung waren, machten wir uns natürlich sofort an eine kulinarische Finesse: den altbekannten Hefezopf zu Ostern. Das Rezept hatten wir praktischer Weise heute Morgen im Rezeptheft gefunden und probierten es auch sofort aus. Lecker, Hefeteig!! Da muss man sich schon zusammenreißen, um nicht den ganzen Teig schon vor dem Backen zu reduzieren! Alles klappte sehr gut bis auf das Backen. Tja, oben war der Zopf leider verbrannt und selbst unsere Zuckerglasur und der zusätzliche Puderzucker konnten den etwas dunkler als geplanten Teint nicht überdecken. Schmecken tut er trotz allem – man esse nur bloß keine verkohlten Rosinen! Während wir dann den neuen Früchtetee schlürften, war auch schon ein neues Brot in der Mache, welches schließlich nicht nur irgendein Brot wurde, sondern eines unserer kreativen Exemplare. Und zwar hatten wir nach dem Teetrinken die Beutelfüllung nicht einfach weggeschmissen, sondern im Brot verteilt! Karotten, Cranberries, Äpfel…was soll da schon schief gehen!?

Nun folgte mal wieder ein Blogupdate. Schreiben, schreiben, schreiben…Manchmal unterbrachen wir uns, wenn wir zum Beispiel einen musikalischen Aufschwung erlebten und versuchten, einen Dreiklang zu zweit zu singen. Hat echt wunderbar geklappt. Aber versucht es selbst. Die Töne waren: F‘, C‘‘,Ais‘. Klingt wunderbar!

Nachdem wir endlich fertig waren, machten wir uns erneut fertig. Wir waren bei Michèl und Florian zum BBQ ins Hostel eingeladen worden. Mit einer Packung Keksen im Gepäck und zwei nörgelnden Mitbewohnern kamen wir dort an und saßen dann ne Weile zusammen. Zum Essen waren wir zwar zu spät, aber bis 22 Uhr konnten wir als Gäste noch in der Garage auf den Sofas bei der Tischtennisplatte rumhängen. Michèl und Florian hatten heute auch gearbeitet, schienen auch entsprechend müde. Trotzdem war es alles in allem ein schöner Abend!

Florian <3Michèl <3 - man versuche bitte mal ein gescheites Foto von ihm zu machen...