Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

30Mai
2013

Metamorphose

Motivation Pur Kratz, kratz, kratz, was, wenn wir das zu Hause an den Autos machen würden? Im Kokon Nachher: Ein Prachtschlitten-Schmetterling

Tachchen Leute! Heute war wieder ein großer Tag! Oh Ja! Denn: Spray-painting war angesagt. Ihr habt richtig gelesen. Mit Graffiti-Dosen bewaffnet machten wir uns ans Werk. Welches Werk?, fragt ihr euch? Dummerchen bekommt einen neuen Anstrich verpasst. Doch immer halblang. Erst einmal stand stundenlanges stupides Schmirgeln an. Von circa 10:40Uhr bis 15:00Uhr rieben wir mit dem Schmirgelpapier aus dem Warehouse nicht nur einfach die Oberfläche unseres Vans auf, nein – alle Väter werden sich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und sich die Haare raufen - , auch den Rost entfernten wir so gut es ging. Zum Glück war gutes Wetter und um die Mittagszeit ein Hanuta zur Hand. Als es an die letzten Stellen ging, sank unsere Motivation auf einen Tiefpunkt; die Finger schmerzten, der Arm wurde lahm und der Rücken steif. Da taten wir das, was wir so gerne taten: Singen. Um unserem Song-Repertoire endlich mal neues Input zu geben, arrangierten wir „My Immortal“ von Evanescence für zwei Singstimmen. Wir übernehmen jetzt also auch den Instrumentalpart. Klingt komisch, ist aber so. Wie dem auch sei, die Zeit ging so jedenfalls schneller um.

Bevor es dann wirklich ans sprühen ging, mussten wir noch die Fenster, Türklinken usw. mit Zeitungs- bzw. Klopapier abkleben. Leider ging uns dabei das Panzertape aus und auch Violas Bucheinbandfolie war bald verbraucht. Müssen uns für den Rest (Heck und Windschutzscheibe) noch Tesafilm kaufen. Zum Testen machten wir uns zuerst an die Fahrerseite, dann an die andere, wo die Schiebetür ist. Klappte doch ganz gut, auch wenn nicht alles blau-frei blieb, was blaufrei sein sollte. Leider ging uns dann Mitte Beifahrertür die Farbe aus, sodass wir die Farbe einstellen mussten. Brrr… Es war sowieso schon eisekalt und dunkel draußen. Wir warteten noch 45 Minuten, um sicher zu sein, dass alles getrocknet war, dann fuhren wir noch schnell Wasser holen. Zum Abendessen gab es Reis mit Guacamole. Dabei verwendeten wir den ungespülten Milchreis-Topf, der noch nach Vanille Essenz-Imitat roch und befüllten ihn mit Reis, Knoblauch Zwiebeln und Rosinen. In der Avocadocreme waren außerdem Äpfel drin, da wir keine Tomaten mehr besaßen. Ein ganz besonderes Geschmackserlebnis…