Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

10Januar
2013

Memmenalarm

Die Arbeit war wie immer, das Einzige, das heute anders war (außer der Tatsache, dass wir unsere Nudeln nicht aufgegessen, also Essen verschmäht hatten!), war ein Anruf nach Trier zu Claudi, um noch einmal persönlich – wie immer verspätet – zum Geburtstag zu gratulieren.

Auf dem Heimweg zählten wir wieder mal rockmelons als Gepäckzuwachs dazu, welche allerdings sofort in den Schatten gestellt wurden als wir im Hostel angekommen waren und Mike mit einem Paket im Arm auf uns zukam. Na nu? War das etwa - ? Ja! Tatsächlich, auch Violas Weihnachtspäckchen hatte Kaitaia erreicht! Obwohl wir ausnahmsweise vorgehabt hatten KEINEN Snack zu uns zu nehmen, war die Verlockung doch einfach zu groß und willenlos folgten wir unserer inneren Stimme, die sagte: Mach es auf und iss alles, was drin ist! Zum Glück durchkreuzten wir tapfer den fiesen Plan unseres Es und aßen nur ein petit peu der vorzüglich schmeckenden Weihnachtsplätzchen! Dankeschöööön!! Ach übrigens: wozu ist denn die Melonen-Minze-Seife? Wir sind doch die reinlichsten Wesen dieses Planeten, haben wir es nötig uns zu waschen? ...oh ja! Ihr solltet uns mal nach der Arbeit riechen…oder auch nicht, wenn ihr keine Pestizid-Schweißgeruch-Vergiftung erleiden wollt. Sorry, aber das ist exklusiv!

An diesem Tag stellten wir fest, was für anstrengende Kreaturen die mit XY-Chromosomen ausgestatteten Individuen der Art homo sapiens sapiens doch waren. Populärwissenschaftlich gesagt sind Jungs einfach mal sau schnell beleidigt (ohne Namen zu nennen), können sich nichts merken, suchen stets nach Anerkennung und ertragen keinerlei physischen „Schmerz“: Weicheier!! Waschlappen!! Warmduscher!! Tut uns Leid, falls das jetzt zu verallgemeinernd klingt, das soll auch so sein. Es gibt zwar immer wieder Ausnahmen, aber heute sind wir nicht in der Stimmung, dieses anzuerkennen.

Wenigstens hat uns ein Exemplar dieser Spezies dabei geholfen, Spätzle zu machen. Dieses Mal drückten wir den Teig durch ein Sieb, was echt exhausting war. Wo bleibt denn nur die Spätzle-Presse?! Doch die Mühe hatte sich ausgezahlt, wir wurden mit leckeren Käsespätzle belohnt.