Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

05November
2012

"kokowääh" und "catch me if you can"

 

Winke, winke:)Chillen unter Palmen

Der kurzen Nacht (Schuld ist unser großes Engagement für den Blog) folgte ein Frühstück mit Marmor- und Bananenkuchen, Kokosreis und kleinen Fischen. Gestärkt ging es los in Richtung Kota Tinggi, zum Wasserfall. Mit dabei waren der 3. Uncle, seine Frau und sein jüngster Sohn. Letzterer unterhielt uns während der Fahrt mit Lauten in seiner Muttersprache, die für uns wie Filmtitel klangen. Hier war es "Kokowääh". Nein, nicht auf Til Schweiger wurde angespielt, nach langer Recherche und der Hilfe der einheimischen Verwandten, fanden wir heraus, dass es ein Ruf nach seinem großen Bruder war. Aus den Worten "koko where?" machte der Kleine in seiner Babysprache "kokoa", was für uns wiederum sehr belustigend klang.

Unsere freudige Erwartung wurde bei der Ankunft am Wasserfall inmitten des Dschungels abrupt enttäuscht. Die Anlage war nämlich auf Grund des Wetters geschlossen, sodass wir wieder umkehren mussten.  Die teilweise mit braunem Wasser überfluteten Straßen hätten uns auf der Hinfahrt stutzig machen können!

Nun denn, was macht ein Malaye, wenn er seinen Plan ändern muss? Er geht essen. Heute ging es mal wieder nicht ohne besondere Vorkommnisse: chicken, pork, yam (das ist eine Art Kartoffel, die hier zu einem Vogelnest ähnelnden Gebilde gebaut wurde), Porridge, Broccoli und heißem chinesischem Tee mit Eiswürfeln. Prozentzahlen (die Chris' Onkel erstellt hat) nach zu urteilen, hätten wir jeweils nur 20-30% der Mahlzeit verspeist, es war aber bestimmt doppelt so viel!! Jedenfalls erklärt dieser Satz von dem Onkel: "You must learn how to eat more!", warum Toms Kommentar von "food&travel" zutrifft.

Aber kein Essen ohne practise - auf zu Desaru beach! Aufgrund des Wetters durften wir nur "spielen", nicht aber "schwimmen". Darum stürzten wir uns also in die am Strand brechenden Wellen und genossen das warme Meerwasser. Fotoshooting als "Baywatch" (<hust>) und "chiller under palmtrees" sowie Familienfotos folgten. Gegen MYR 2 (umgerechnet 0,50€) durften wir uns abduschen. Nachdem wir geklärt hatten, dass wir keinen Hunger mehr hatten, fuhren wir zum Eisessen. Drei verschiedene Sorten Eis, eine herzhafte Suppe und nach Hamburger schmeckender Salat in Frühlingsrollenform wurden bestellt.

Eis 1: Passion fruit: Wassereis mit Passionsfruchtsoße und gelben Wackelpudding (sehr sehr süß!)

Eis 2: Cha-Cha: Wassereis mit braunen schleimigen Würmern (jelly), roten Bohnen, Mais uns Schokosoße als topping

Eis 3: Jelly ice: Wassereis auf Wackelpudding, mit verschiedenen Früchten und frisch gepresstem Limettensaft

Auf der Rückfahrt spielten wir mit Chris' kleinen Cousin "Catch me (if you can)". Das Spiel sah so aus: Er rief: "jie wo ma" (chinesisch für "catch me!") und ließ sich zwischen den Vorder- und der Rücksitzen stehend, nach hinten fallend auffangen (Er war nämlich nicht angeschnallt und turnte entweder neue Spiele erfindend, die Sitze vollsabbernd (das war auch ein Spiel!) oder Tigergeräusche nachahmend durch das Auto. Uaaaaaaah!).

Ja, zu Hause angekommen, gab's das Abendessen -.- Danach wurde gespielt und alte Fotoalben angeschaut. Zuletzt erfreuten eine frische Mango und eine Kokosnuss unseren Gaumen. Heute gehen wir früh schlafen! (Leider doch nicht)