Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

30November
2012

Gott des Waldes

Ein Tiger am Strand?Bröckeliger Fels  In der Hokianga Bay

Heute war ein Spaziertag. Am Morgen machten wir einen Strandspaziergang in Omapere mit Blick auf die Sanddünen am gegenüberliegenden Ufer. Natur ist Kunst, stellten wir fest.

Dann ging es weiter zum Waipoua Kauri Forest. 20km lang führte die Straße durch den letzten zusammenhängenden großen Kauriwald. Inmitten dessen befindet sich der größte Kauribaum, der heute noch lebt. 51m und 2000 Jahre kann der 'God of the forest', Tane Mahuta, vorweisen. Es ist wahrlich ein beeindruckender Baum und wir schauten staunend hinauf zu den Epiphyten, die dort nur so tummeln. Aber hatten noch lange nicht genug von Kauris, deshalb machten wir noch drei kleine Wanderungen. Die erste (5Min) führte uns zu den "four sisters", vier großen Kauris, die ganz dicht beeinander wuchsen. Viola staunte darüber, dass sie alle koexistierten und sich nicht gegenseitig ausgestochen hatten. Der zweite Weg (30Min) führte zum 'Father of the forest', Te Matua Ngahere, dem zweitgrößten Baum in Neuseeland. Wir zögerten auch nicht vor dem längsten (1,5h) Walk zum Yakas Kauri, dem siebt größten Kauri. Wir haben ihn sogar angefasst. Die Rinde sieht irgendwie seltsam aus,so angemalt. Nach einem kurzen Umweg in eine Sackgasse fanden auch wir den Weg zurück zum Auto.

Das nächste Ziel war der Trounson Kauri Park weiter südlich. Das ist einer der wenigen Orte, wo man Streifenkiwis in freier Wildbahn antreffen kann. Im Schutze der Dunkelheit (Kiwis sind nachtaktiv) machten wir eine Nachtwanderung, bei der wir zufällig auf eine geführte Gruppe stießen, der wir heimlich folgten. Ob sie einen Kiwi gesehen haben werden wir wohl nie erfahren. Wir jedenfalls sahen keinen. Dafür wenigstens einen Aal, im Hintergrung einen Chor aus merkürdigen Tiergeräuschen (bestimmt auch die neuseeländische Eule Ruru). Ganz viele helle Glühwürmchen erleuchteten unsere Sicht. Manchmal liefen wir ohne das Licht der Taschenlampe, wobei wir uns des öfteren erschreckten, wenn wir gegen Äste und dergleichen liefen! Am Ende der Wanderung entdeckte man uns, die wir uns sonst so chamäleongleich verhalten hatten, doch noch. Hier noch eine wichtige Sache: Bevor man den Wald betritt, bzw. verlässt, muss man sich hier die Schuhe abbürsten und danach mit Desinfektionwasser abspülen, um keine Keime von außerhalb einzuschleppen.

Müde ging es dennoch weiter zu unsere Schlafparkplatz in Dargaville 46km gen Süden.Tane MahutaSchuhreinigung