Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

04Januar
2013

Geburtstag

Oh là, là!! Florian et le ballon Petit-déjeuner

Kurz nach Mitternacht erhoben wir uns kurzzeitig aus unseren gemütlichen Stockbetten, und zwar aus dem Grund, dass wir Florian mit einem „Bon anniversaire!“ in sein 22. Lebensjahr schicken wollten. Ja, genau, heute, am 04.01.13 war Florians Geburtstag.

Die wirklich überraschenden Besonderheiten ereigneten sich jedoch erst am Morgen. Dazu wachten wir, die restlichen vier, mehr oder weniger leichtfertig um 6 Uhr morgens auf, um in der Küche das Frühstück zuzubereiten und den Geburtstagstisch zu decken. Wir machten Rührei, dazu das selbstgebackenen Brot von Michèl und ausnahmsweise mal Tee statt Leitungswasser. Mit einem begeisterten „Nooooo!!!“ entdeckte das Geburtstagskind seine Geschenke: neue Flip-Flops im Reggae-Style, ein Energiedrink, Wonka-Süßikeiten, eine frische Mandarine , grüne Luftballons mit Grüßen, Sprüchen, Wünschen und Bildern drauf und nicht zu vergessen: unsere sagenumwobenen Joghurttorte, die jedoch vorerst nur angeschaut wurde. „Bon anniversaire, bon anniversaire…“, sangen wir und leiteten wir und leiteten damit einen sonnig-wolkigen Geburtstag ein.

Nach dem Frühstück brausten wir dann mit unserem reparierten blauen Gefährt zur Arbeit, wo die Stunden wie immer zäh vergingen und nur durch haufenweise „rockmelon“ in den Pausen versüßt wurden. Chris futterte so viel sie konnte. Hey, Freiobst! Um 17 Uhr das erlösende „Mark your trees!“ und bald ging es auch schon (warum sind wir immer die Letzten die losfahren?) zum Hostel. Dort erwartete uns schon sehnsüchtig eine sechslagige Torte. Mjamjam.  Erwartungsvoll nahmen wir alle einen ersten Bissen zu uns, aber schon verzogen sich die Gesichter. Was war das denn für ein Geschmack und überhaupt, die se Konsistenz erinnerte mehr an Panna Cotta oder dergleichen Schwabbeliges. Iiiiih. Menno, unsere schöne Torte! Keinem schien sie wirklich zu schmecken, auch wenn Florian beteuerte, dass sie „perfect“ sei  und Lukas sogar darauf aufmerksam machte, dass wir eine positive Rückmeldung bekommen hatten. Es war Isi gewesen, indem sie gesagt hatte, dass sie schon Schlimmeres gegessen hatte. An Pi und Claudi: den Möhrenkuchen toppt die Torte noch nicht. Wir luden noch diverse Leute dazu ein, den Kuchen zu kosten. Wir fingen sie wie die Fliegen, die von Zeit zu Zeit auf der Kuchenoberfläche landeten.  Angelockt von einem herrlichen Design, wie es bei unseren Speisen so üblich ist schwirrten sie um uns herum. Und fielen dem Kuchen zum Opfer.  Was lernen wir aus dem Versuch? Zu viel Gelatine ist nicht gut für die Jogurt-Schlagsahnen-Mischung, denn sie produziert einen ekeligen Fleischnachgeschmack und eine seltsame Konsistenz. Der Boden und die Früchte haben übrigens toll geschmeckt, ehrlich! Als Krönung brachten wir Mike das letzte Stück Torte. Eigentlich war es James, der den Kuchen wie einen Trojaner einschmuggelte. Durchs Fenster beobachteten wir Mikes Gesichtsausdruck während des essen s. Erst war er genießerisch, als er Boden und Kiwi aß, dann wechselte er zu einem angewiderten Zusammenkeifen der Augen, Zusammenkneifen des Mundes und Runzeln der Stirn. Nicht gut? Wir hatten ihn davor gewarnt. Auch Oli gesellte sich zu diesem Spektakel und wollte unbedingt vom letzte Tortenstück essen. Wir hätten es niemals erwartet: Er fand ihn lecker! „Not so terrible!. Vollgestopft von Kuchen, zogen wir uns ins Zimmer zurück, duschten schrieben den Blog und bereiteten uns selig auf unser nächstes Wunderwerk vor: eine Pizza als Geburtstag essen.  Mit dem Teigrezept von Jörans Vater bereiteten wir Teig vor, den wir ausrollten und belegten. Michèl wollte daraus eine pizza-competition machen, sodass er einen Boden selber gestaltete. Peanutbutter, Currypulver und sour cream wanderten drauf, die Baked Beans konnten wir gerade noch abwehren. Außerdem hatten wir einen neuen Kumpanen an der Seite: Felix aus Berlin. Er war gestern angekommen und würde morgen wieder fahren, sodass er seinen letzten Abend mit unserer feinen Gesellschaft genoss. Klaro, er bekam auch ein Stück Pizza, an der übrigens noch Backpapier klebte. Mal wieder waren wir zu spät dran gewesen mit dem Kochen, sodass wir von James aus der Küche geworfen wurden, um Punkt 23 Uhr. Nicht mal ein Cracker im T-Shirt nach einer Verfolgungsjagd durch die Küche konnte ihn umstimmen. Das Brot mussten wir einsam im Ofen zurücklassen, weil es noch nicht fertig gewesen war. Ach ja, wir haben an dem Abend auch ein Brot gemacht! Hoffentlich konnten wir mit der Pizza die Geburtstagstorte wieder wett machen!   Leckere (?) Joghurttorte Das macht Appetit, non?