Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

28Januar
2013

Endlich mal wieder kreativ!

Heute wird genäht! Achtung pieksig! Jule Lina Maik Wassermelonen

Heute war ein „public holiday“, also mussten wir nicht zur Arbeit. Wir, also wie immer vor allem Viola, schliefen lange aus.

Nach dem Frühstück mussten wir uns eine Beschäftigung für den Tag suchen. Da fiel uns der Kissenbezug ein, den wir mal bei den lost clothings gesehen hatten. „Was wollen die denn mit einem Kissenbezug als Tagesbeschäftigung?“, fragt ihr euch jetzt bestimmt. Hier habt ihr die Antwort: nähen! Wir wollten mal wieder unsere Kreativität ein bisschen einsetzen und hatten uns überlegt ein Top zu kreieren. Doch es sah schlecht aus. Der Bezug war nicht mehr da. Eine Suchaktion wurde eingeleitet, doch auch die Hilfe von Julian brachte und ihm nicht näher. Erst Mike erinnerte sich und schenkte ihn uns großzügiger Weise. Na, dann konnten wir ja loslegen. Zuvor bekamen wir allerdings auch noch ein altes T-shirt von Ludwig geschenkt, was wir uns auch umschneidern werden. So verkrochen wir uns in unserem Zimmer und holten Stift und Papier hervor. Die Ideen flossen nur so aus unseren Köpfen auf das Papier und bald deutete sich eine wahrhaft raffinierte Kreation an. Ein trägerloses Top sollte es sein, oben mit einem Gummizug und hinten einer Knopfleiste zum Zumachen, denn der Stoff ist ja nicht elastisch. Obwohl, schrieben wir gerade eine Knopfleiste? In Wahrheit sind es nämlich zwei, um das Kleidungsstück an unterschiedliche Körper anpassen zu können. Genial, nicht wahr? So nun fehlten uns noch der Gummizug und die Knöpfe, also auf zum Warehouse. Den Gummi fanden wir dort auch schnell, Knöpfe gibt es leider nicht. Und die zwei Geschäfte, die Knöpfe in Kaitaia verkaufen, hatten heute am Feiertag zu. Naja, dann müssen wir halt die paar Knöpfe nehmen, die wir besitzen. Vielleicht finden wir ja auch an unseren Klamotten ein paar überflüssige Knöpfe.

Im Hostel machten wir uns dann direkt ans Werk. Das Hostel hatte sich gelehrt, da einige zum Strand aufgebrochen waren. Unser Auto war ebenfalls dabei, mit Michèl am Steuer, ohne uns. Jordis Auto musste allerdings wieder umkehren, da der Motor wieder überhitzt hatte. So stellten sich Jule, Lina und Jordi den Strand einfach im Hostel mit Wasser in Kisten und Eiskaffees nach. Wir waren in dieser Zeit mit dem Zuschneiden, Feststecken und Nähen und drei Fragezeichen Hören beschäftigt. Doch warum ist es plötzlich so eng, obwohl wir doch so großzügig ausgeschnitten hatten? Das war uns ein Rätsel und ist eigentlich nicht erklärbar. Sehr mysteriös! Wir machten schließlich eine kleine Pause mit Eis und Melone am Hostelstrand. Weiter ging es. Glücklicherweise mussten wir uns heute nicht um das Abendessen kümmern, denn Jordi wollte uns heute als Dank für die missglückte Rettungsaktion bekochen. So klopfte es schließlich an unsere Zimmertür mit der Nachricht, dass das Essen auf dem Tisch stehe. Gibt es was Schöneres? Ja, das eigentliche Essen! Pfannekuchen mit Zucchini, Schinken und Käse. Köstlich. Und als Nachtisch dann noch süße Pfannkuchen mit Lemon curt, passionfruit curt, Nutella, Marmelade, Zimt und Zucker, golden syrup und Honig. Wunderbar!

Nach dem Spülen ging es wieder an die Arbeit und bis nachts um eins wurde weiter genäht. Das Werk ist noch nicht vollbracht, morgen geht es dann wahrscheinlich weiter!