Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

19Januar
2013

Das Match

Wir sind ein TEAMOoooohaaaa!Paparazzi am Start  Michèl, machst du etwa schlapp?

Heute war die Zeit gekommen, die Registration für unser Auto zu erneuern. Wir trotteten also zur Post, füllten ein Formular aus und legten 224,70$ auf den Tisch. Für die weiteren acht Monate darf unser Gefährt über die neuseeländischen Highways düsen. Acht Monate?  Ja, denn wenn wir es verkaufen, muss auf jeden Fall für einen Monat noch die Registration gelten und wir steigern zusätzlich den Wert des Vans.

Auf dem Rückweg zum Hostel trafen wir Jordi, der vom Markt kam und uns seine frisch erworbenen Zucchini und Mandarinen präsentierte. Der Markt! Da wollten wir doch auch noch hin! Trotz vorangeschrittener Zeit schnitten wir uns noch eine Scheibe Brot als Verzehrscheiben ab und marschierten zum großen Parkplatz/ Markt vor dem Warehouse.  Es war 12:30Uhr und die meisten Händler packten schon ihre Sachen zusammen. Es gab nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Kleidung und anderen Kram. Rasch kauften wir uns günstig eine Tüte Zucchini für 2$ und kehrten daraufhin um. Tja… Wir schlenderten so durch die „city“  und wie das halt bei Mädchen manchmal so ist, bekamen wir Lust auf shoppen. Im „posties“ kauften wir uns Unterwäschen – eine fast sinnvolle Anschaffung, noch dazu im Sonderangebot! Mal wieder saßen wir stundenlang auf dem Boden, um uns zu entscheiden bis die Verkäuferin kam und fragte, whether we were having a rest. Einkaufen ist  Kräfte zehrend. Wir suchten im „farmers“ und „coin save“  nach Arbeits-T-shirts, die wir ohne Gewissensbisse verschrotten konnten, fanden jedoch nichts. Vollbepackt mit unseren maßlosen Einkäufen gingen wir zurück zum Hostel.

Das Highlight des Tages war das Fußballspiel der Jungs aus unserem Hostel, die als frischgebackene Mannschaft gegen das Kaitaia-Team antraten. Was für ein Verein die anderen waren, wussten wir nicht, jedoch spielten auch viele ältere Herren mit. Das Spiel dauerte 90 Minuten, aufgeteilt in drei Einheiten à 30 Minuten. In der Aufwärmphase beobachteten wir Julian, der seine losgelöste Schuhsohle provisorisch mit Klebeband festzurrte, Leo dagegen würde barfuß spielen. Die Nervosität stieg und stieg, sogar Michèl hatte Gummibeine. Hmm… Die andere Mannshaft schien nicht so schlecht zu sein. Obwohl sich unser Team extra mit schwarzen Shorts und weißen T-shirts ausgestattet hatten, bekamen sie grüne und blaue Leibchen, da das Trikot der Kaitaianer sah ziemlich genauso aus, nur mit Nummern beschriftet. 16:30Uhr. Anpfiff! Schon nach den ersten Minuten fiel das erste Tor. Leider für die gegnerische Mannschaft. Die Paparazzi am Spielfeldrand ließen enttäuscht die Kameras sinken. Lina, Jule und Chris mit ihren Fotoapparaten und Viola mit der Visdeokamera verfolgten die Spieler auf Schritt und Tritt. SO entging ihnen ebenso wenig wie den Spielern der Mainstreetlodge oliver united Mannschaft ein etwas fülligerer Mann, der seinen Bauch immer so auszustrecken schien, dass niemand es schaffte ihm den Ball abzunehmen. Sogar als Moritz einmal gegen ihn lief, zuckte er nicht einmal mit der Wimper. Was für ein … Mann! Tore um Tore fielen. Man muss sagen, die andere Mannschaft war schon recht gut und unsere hatte noch nicht so ausreichend zusammen gespielt um organisiert und gut zu sein. Der Kampfgeist und der Wille zu Sieg war jedoch vorhanden, sodass sie es zumindest schafften viele Leute zu tunneln. Letztlich hatten wir Leo zwei Ehrentore zu verdanken, das Endergebnis lautete 2:6. Runterziehen ließen wir uns dennoch nicht, es war ein faires Spiel gewesen. Wir turnten noch ne Weile auf der Wiese herum, die Jungs kickten noch. Dann fuhren wir im weißen Fanbus (von Mike geborgt) zurück.

Nun war Chris an der Reihe ihr Versprechen einzulösen und mit Tom joggen zu gehen. 10km in einer Stunde? Joa, warum nicht? Die erste Hälfte hielt sie noch gut mit, doch dann nach der Wende vergrößerte sich der Abstand zum Vordermann und sie fiel zurück. Dazu muss man wissen, dass Tom circa 5 mal pro Woche laufen geht und Chris … nicht. Der Sportgeist brachte sie jesoch auch noch ins Ziel. Nach den folgenden Dehn- und Spagatübungen konnte sie den herrlichen Muskel bereits spüren. Viola war derweil im Hostel geblieben und hatte Fotos angeschaut.

Abends schauten wir noch zusammen im Haus „panic room“ an. Wir beiden fanden ihn nicht so toll, war viel zu voraussehbar... Müde ging’s ins Bett.