Viola und Chris unter Kiwis

8 Monate Work & Travel in Neuseeland

11Mai
2013

Chamäleontechnik

Nach einer etwas unruhigen Nacht, begannen wir nacheinander den Morgen. Lukas kurierte seine Übelkeit aus, die ihm wahrscheinlich als Nebenwirkung der Allergietablette heimgesucht hatte. Und das alles war die Schuld der 19 Chicken McNuggets, die er am Vorabend gegessen und daraufhin einen heftigen Ausschlag bekommen hatte. Zum Glück verschwand beides noch vor 10:00Uhr. Wir hatten ihm im Auto weiterschlafen lassen, während wir dem frühen Weckerklingeln gefolgt und in die Küche gewandert waren. Chris fertigte den Brotteig und den Porridge (endlich mal wieder!) samt Apfelstückchen als Neuerung vor, Viola bereitete schon mal alles zum Blogeinträge abtippen vor und Schnitt unser hot bread in toastbare Scheiben. Wann hatten wir das letzte Mal getoastet Brot gegessen? Wir wurden immer satter, während unser Brot im Ofen lag. Eine halbe Stunde war schon um, doch der Härtetest ergab: Der Teig war noch weich und der Ofen kalt. Mist, denn wir mussten eigentlich gleich auschecken. Zum Glück war das kein Problem für die Hostelleiterin, die das Brot kurzerhand in ihrem privaten Backofen backte. Als dies erledigt war, fuhren wir los – zurück nach Dunedin.

Wir statteten unserem Lieblingssupermarkt einen kurzen Besuch ab, dann folgten wir der Princes Street ins Zentrum zur Bücherei. Jaja, mal wieder den Blog aktualisieren. Zwei Stunden waren wir schon fertig und gingen zurück zum Auto. Kurzes verspätetes Mittagessen (dicke Toastscheiben bringen’s!) und dann fuhren wir auch schon wieder weg aus der schottisch beeinflussten Stadt, die stolz auf die erste Käsefabrik Neuseelands blickt. An einer Raststätte hielten wir. Ihr wisst warum. Es lief auch alles wie geschmiert, bis auf die kleinen Kochdilemma im Auto, als wir plötzlich zusammenfuhren. Ein Polizeiauto stand vor der Tür. Oh nein, nicht schon wieder 200$ für das freedom campen! Beim zweiten Blick erkannten wir, dass es vor dem anderen Campervan gehalten hatte. Waren wir etwa so gut in unserer Ecke getarnt, dass man uns übersehen hatte? Ein paar Minuten später war das Blaulicht verschwunden – uns fiel ein Stein vom Herzen. Puuh! Das war knapp gewesen!